Ist Links kaufen wirklich “böse”?

Mark von Tentatives verlinken stellt ebendiese plakative Frage und Uwe von Xplus-Web gibt auch gleich die passende Stellungnahme von Google wieder. Hintergrund ist, dass Suchmaschinen die Linkpopularität einer Domain als wichtigen Faktor für die Suchergebnisse berücksichtigen, und es – etwas sehr platt ausgedrückt – am liebsten hätten, wenn sämtliche Links nur “natürlich” gewachsen und nicht “gekauft” wären, weil letztere ja letztlich Werbung seien und das Ergebnis “verfälschen” würden.

Stuntdubl’er Todd greift den Gedanken auf und zerfleddert die Argumentation von Goolge auf sehr amüsante Art und Weise als unsinnigen “Link-Kommunismus” (leider nur auf Englisch). Frank vom SEO Marketing Blog hat dazu eine passende Übersetzung sowie noch eine Reihe von eigenen Punkten, die in die selbe Kerbe schlagen – und eine gewisse Doppelzüngigkeit von Google insbesondere im Hinblick auf AdSense entblößt.

Grundsätzlich kann man sagen, dass Google seinen Such-Index kontrolliert und demnach tun und lassen kann was es damit möchte. Und wenn Google eine Seite – aus welchen Gründen auch immer – nicht mehr mag, dann kann es gerne eine Seite aus seinem Index werfen. Zuletzt ist dies bei XT-Commerce (via Jojo, Gründe waren da nicht wirklich klar bzw. öffentlich, inzwischen wieder live) oder der Messe Leipzig (offenbar duplikativer Content mit der Seite Leipziger Messe) passiert.

Zugleich darf man nicht vergessen, dass Google auch immer einem Nutzer die bestmögliche Suche anbieten. Und ein solcher ärgert sich über Google, wenn er z.B. nach BMW sucht und die Seite nicht findet. Dabei interessiert es den User herzlich wenig, ob BMW – oder BMW’s Agentur – “wirklich richitg böse” ist und mit Cloaking gearbeit hatte – im Zweifel sucht er dann bei Yahoo oder Live oder sonstwem. Offenbar sieht Google das auch so, denn auf wundersame Weise war BMW auch in nullkommanix wieder im Index drin.

So kommt es letztlich nicht unwesentlich auf die Qualität des Content an, ob Link-Kauf böse ist oder nicht. Warum sollte Google einem Webmaster es übel nehmen, wenn dessen Seite mit atemberaubenden, sämtliche nur erdenklichen Fragen eines Suchenden zum Suchbegriff auf informativ-unterhaltsame, graphisch ansprechende Art erschöpfend beantwortenden Content auch mit ein wenig Link-Kauf nach oben kommt. Aber natürlich muss man noch viele weitere Maßnahmen des Link-Aufbaus zu ergreifen – dazu allerdings nächste Woche mehr.


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