Google Update sorgt für Verunsicherung

Was ist passiert?
Quer durch die internationale Internet Szene hat es seit kurzem erhebliche Verunsicherung durch das jüngste PageRank-Update von Google gegeben. Viele Webseiten mit qualitativ hochwertigen Inhalten, sei es aus der Verlagsbranche oder auch bekannte private Weblogs, haben eine Verringerung ihres in der Toolbar angezeigten PageRank-Wertes erfahren. Unklar ist zu diesem Zeitpunkt, welchen Effekt diese Verringerung auf den Traffic hat, welchen Google zu den betroffenen Seiten sendet. Die Mutmaßungen reichen dabei von einer Public Relation Angstkampagne bis zur Warnung, dass der von Google gesendete Traffic bald erheblich gedrosselt wird.

Hintergrund
Schon im April diesen Jahres teilte Google mit, dass Linkverkauf für die Suchmaschine ein Dorn im Auge darstellt und forderte zum melden von Seiten mit gekauften Links auf, welche mit der Intention gesetzt worden seien, das Ranking oder den PageRank zu manipulieren. Laut eigener Angabe möchte Google damit die Qualität der Suchergebnisse für den Nutzer gewährleisten. Andere Quellen mutmaßen, dass wirtschaftliche Gründe dort ebenfalls eine wichtige Rolle spielen. In jedem Falle lassen die Richtlinien wichtige Fragen offen, etwa ab welcher Ausgestaltung nun ein Link mit manipulativer Intention gesetzt wurde, und ab welcher nicht. Die Beispiele, welche von Mitarbeitern von Suchmaschinen auf ihren privaten Webseiten angeführt werden (Johannes berichtete), tragen durch Ihre Eindeutigkeit nicht unbedingt zur Klärung bei. Dies ist offenkundig wohl nicht ganz unbeabsichtigt.

Reaktionen
Selbst journalistisch hochwertige Webseiten wie die Zeit, Netzeitung oder Golem mußten teilweise erhebliche Abstufungen des PageRank hinnehmen. Aber nicht nur größere Seiten sind betroffen, sondern auch einige prominente Blogger. Die Meinungen zum Thema sind geteilt. Einige begrüßen die Entwicklungen, Andere sind im Wesentlichen unbeeindruckt und wieder Andere überlegen sich, warum Webmaster, die guten Content mit hoher Qualität liefern, bestraft werden. Neben der vorherrschenden Meinung, dass Seiten mit gekauften Links beeinträchtigt wurden, gibt es auch Vermutungen, dass Links aus dem Templates eines Content Management Systems ebenfalls geringer gewertet würden, da auch Blogs ohne Linkverkauf im PageRank heruntergesetzt wurden.

Inwieweit sind Webseiten von LinkLift betroffen?
Nach Prüfung der bei LinkLift teilnehmenden Webseiten stellen wir fest, dass einige Webseiten von Verringerungen des Pageranks betroffen sind. Inwieweit der Verkauf von Texlinks über uns der ausschlaggebende Punkt war, ist aktuell noch schwer einschätzen. Die meisten betroffenen Webmaster nutzen noch weitere Vermarktungsoptionen (etwa von anderen Werbe-Netzwerken oder Eigenvermarktung). Weitere Auswertungen nehmen wir in den kommenden Tagen vor.

Wie stehen wir zu diesem Thema?
Wir vertreten die Meinung, dass es das Recht eines jeden Webmasters ist, auf seiner Webseite zu tun und lassen was er will – sofern es im Einklang mit dem gesetzlichen Rahmen ist.

LinkLift limitiert die teilnehmenden Webseiten auf qualitativ hochwertige und lebendige Seiten, welche originären und originellen Content schaffen. Das ist auch der Grund, warum wir ca. 80% der Webseiten ablehnen. Ziel ist es, für Werbetreibende ein hochwertiges und interessantes Werbeumfeld zu schaffen. Weiterhin beschränken wir die Anzahl der Vermarkteten Links von Webseiten auf ein gesundes Maß. Im Durchschnitt werden knapp über 4 Linkplätze auf Webseiten von LinkLift angeboten, diese Plätze sind auch bei weitem nicht alle gefüllt. Diese Beschränkung fördern wir nicht zuletzt auch, weil Werbetreibende eine möglichst exklusive Einbindung schätzen und Leser sich vor einem allzu großen Werbedruck verschließen. Darüber hinaus empfehlen wir, dass vor allem themenrelevante Verlinkung eingeblendet wird. Denn nur diese schafft dem Nutzer einer Webseite einen Mehrwert, den auch der Werbetreibende zu schätzen weiß. Und das themenrelevater Referrer-Traffic deutlich besser konvertiert und häufig eine wenig erschlossende Traffic-Quelle für viele kommerzielle Webseiten ist, ist auch seit langem bekannt. Wir bieten dem Werbetreibenden an, Links mit dem von Google vorgeschlagenen Nofollow Attribut zu buchen. Ebenso kann ein Publisher jede Linkanfrage für seine Seite ablehnen. Ein Link wird also immer nur nach inhaltlicher Prüfung auf einer Webseite plaziert.

Es erschließt sich an dieser Stelle nicht, welchen Qualitätsverlust Suchmaschinen befürchten, wenn Webseiten mit einer Vielzahl von qualitativ hochwertigen Dokumenten und etlichen externen Links 3 bis 4 werbliche Links vermarkten. Zumal sich diese, nach manueller Prüfung durch sowohl dem Werbetreibenden als auch dem Webmaster durch inhaltliche Relevanz in das Thema der Seite einfügen. Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass Google die Meinung vertritt, dass etwa gekaufte Links von “vertrauenswürdigen” Verzeichnissen, wie etwa dem Yahoo Directory oder DMOZ/ODP, nach wie vor als Qualitätssignal gewertet werden (Zitat: “Submit your site to relevant directories such as the Open Directory Project and Yahoo!, as well as to other industry-specific expert sites.”) – eben weil diese Links auf Inhalt hin prüfen und durchaus auch ablehnen.

Was bedeutet das für bei LinkLift teilnehmende Webmaster?
Generell möchten wir allen bei LinkLift teilnehmenden Webmastern zurufen, dass wir Sie nicht im Regen stehen lassen. Wer aus Sorge vor möglichen PageRank Reduktionen oder zu sonstigen Auswirkungen Fragen hat, den bitten wir, sich bei unserem Support zu melden (es kann aus verständlichen Gründen gerade ein wenig länger dauern, wir bitten um Verzeihung). Wir helfen gern weiter und finden sicher geeignete Lösungen, wie wir sinnvoll eine Zusammenarbeit strukturieren können. In jedem Falle empfehlen wir, die Anzahl der vermarkteten Linkplätze gering zu halten und auf die Themenrelevanz und Werthaltigkeit der Links für die eigenen Leser ein besonderes Augenmerk zu legen.

Wie wird sich die Politik von Google langfristig eigentlich auswirken?
Dazu werde ich in Kürze einen Post beitragen. Aber schon einmal vorab: Einige Profi-Suchmaschinenoptimierer haben sich hier schon so ihre Gedanken gemacht, und interessanterweise sich über die Entwicklung nicht selten gefreut. Das klingt paradox, ist es aber nicht, wenn man bedenkt, dass durch die Änderungen die “Arbeit schwerer gemacht wird” und vor allem Insider (letzter Absatz) profitieren werden.


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