Wie berechnet man den ROI von redaktionellen Links?

Redaktionelle Links (auch Textlink-Anzeigen genannt) unterscheiden sich von klassischen Cost-per-Click (CPC) Werbeformaten. Während jene ausschließlich Traffic generieren, führen redaktionellen Links zusätzlich zum Traffic auch noch zu einer Verbesserung der Link-Popularität. Die Link-Popularität ist für viele Suchmaschinen ein wichtiger Faktor bei der Ermittlung von Suchergebnissen.

Da Textlink-Anzeigen für einen fixen Geldbetrag pro Monat geschaltet werden, unterscheidet sich auch die Ermittlung des ROI von CPC Werbeformaten. Die Wirkung einer gesteigerten Link-Popularität auf die Themenrelevanz der eigenen Website und damit auf den organischen Suchmaschinen Traffic kann einige Zeit in Anspruch nehmen, da Suchmaschinen ihren Index diesbezüglich nur periodisch aktualisieren. Eine unmittelbare Ermittlung eines ROI kann also nicht erfolgen. Vielmehr müssen Zeitabschnitte analysiert werden, um den Erfolg messen zu können.

Ein mögliches Model ist die Ermittlung eines Effective Cost-per-Click (eCPC). Beispiel: Angenommen ich habe vor der Schaltung von Textlink-Anzeigen in einem Quartal 3.000 Euro in ein bestimmtes Keyword investiert und insgesamt 6.000 Clicks erhalten. Nun schaltete ich im Folgequartal zusätzlich Textlink-Anzeigen mit wiederum einem Budget von 3.000 Euro, und generiere in diesem Zeitraum 24.000 Clicks. Das Mehr an Traffic von 18.000 Clicks (24.000 Clicks minus die 6.000 Clicks durch CPC) kostet mich also effektiv 0,17 Euro pro Click (3.000 Euro geteilt durch 18.000 Clicks). Sofern ich – wie in diesem Beispiel – für das gleiche Keyword 0,50 Euro pro Click (bei einem Cost-per-Click Netzwerk wie etwa Google Adwords) ausgebe habe, besteht mein Erfolg nun in einem drei mal geringen CPC für Textlink-Anzeigen.

Erfahrungsgemäß bietet die Werbung mit Textlink-Anzeigen gerade für Werbetreibende, die ihre CPC Aktivitäten schon auf einem hohen Niveau betreiben, sehr häufig erheblich günstigere eCPC Werte, so daß der Nachteil der ungenaueren Messungsmöglichkeit durch höhere Wirtschaftlichkeit deutlich mehr als ausgewogen wird.

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